Bilder-Show vom Umbau des neuen Gemeindehauses

Richtfest

Richtfest

Im Juli durften wir Richtfest feiern - gemeinsam mit dem TW Architektenbüro, dem Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube, Werner Backeberg von der LEADER-Region Aller-Fuhse Aue sowie den Handwerkern und anderen interessierten Besuchern.

Al erstes verschafft der Architekt Woschek den Anwesenden einen Überblick über die bisher ausgeführten und noch ausstehende Arbeiten. Ein Geselle der Zimmerei hält einen ausführlichen Richtspruch, der natürlich durch kleine flüssige Unterbrechungen zum Besten gegeben wird.

Geistlich, sagt Pastor Schultheiß, steht das Richtfest unter dem Wochenspruch für die am folgenden Tag beginnende Woche: „So seid ihr denn nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ aus dem Epheserbrief 2, 19. Bei Gott sind wir nicht einfach nur Gäste, Fremde, die sich dazugesellen. Er lädt uns ein, unter sein Dach zu kommen, in der Kirche ebenso wie nach der Fertigstellung des Gebäudes in das neue Gemeindehaus. Welches Treffpunkt der Gemeinde sein wird - und ein Ort, an dem alle willkommen sind, auch die, die der Gemeinde nicht so nahe stehen. Sie sollen nicht nur Gastfreundschaft erfahren, sondern einen Ort finden, in dem sie dazugehören, mitten drin sind. „Gott macht uns zu einer Familie. Jeder, der in dieses neue Gemeindehaus kommt, gehört dazu!“ Es ist ein Ort für „Familientreffen“.
Mit diesem Ausblick spricht Pastor Schultheiß dem Gebäude und den Anwesenden den Segen Gottes zu. Dann wurde der gesellige Teil des Richtfestes eröffnet. Es wird gefeiert und auch das Wetter trägt seinen guten Teil dazu bei.

(Fotos: Ines Koppmann) - Fotos vergrößern sich beim Draufklicken

Grundsteinlegung

Grundsteinlegung

Am 29. März 2021 fand die Grundsteinlegung statt. Zu Gast war u. a. der Landesbischof der ev.-luth. Landeskirche Hannovers - Ralf Meister. Er ließ eine Zeitkapsel in die Grundplatte ein. Die Zeitkapsel wurde gefüllt mit einer aktuellen Ausgabe der Celleschen Zeitung und des Gemeindebriefs, dem Bauplan, einer Mund-Nasen-Maske (als das derzeitige Zeichen für die Gemeindearbeit unter Corona-Bedingungen), einer Kreuzkette (als Symbol für die Konfirmanden), einer Karte mit der Jahreslosung von 2021 sowie einem Euro-Münzsatz. Bei der Grundsteinlegung waren auch die Architekten Thomas Woschek und Maria Többen sowie Markus Stiller von der "Baufirma Stiller" und einige Gemeinde- und Kirchenvorstandsmitglieder dabei. 

„Wir wollen ein offenes Haus schaffen, eine offene Begegnungsstätte für viele verschiedene Gruppen in unserer Kirchengemeinde aber auch für nichtkirchliche Gruppen wie die Celler Tafeln und die Behindertengruppe in Wathlingen“ sagte Sieglinde Ammann zur Begrüßung.

Das Küsterhaus eignet sich dafür besonders, weil es direkt neben der Kirche auf dem gleichen Grundstück liegt, denkmalgeschützt ist und eine lange Geschichte hat. Durch dieses Projekt sollen Kinder und Jugendliche, Erwachsene und die ältere Generation dieses Haus mit Lachen und mit Leben füllen.

Seit November 2020 hat die Firma Bau Stiller die nötigen Abbrucharbeiten vorgenommen und in der vergangenen Woche die Grundplatte gegossen. 

Nach Ostern beginnen die Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten und im Sommer soll der Innenausbau starten. Ein neues Dach, Sanierung und Aufrichten des Fachwerks, neue Fenster und Türen, Heizung, Sanitäranlagen, Elektrik, Küche sowie Fußböden und energetische Dämmung mit einem Kork-Lehm-Gemisch - dies alles steht dabei auf dem Plan. Nächstes Jahr zum 700jährigen Jubiläum der Kirchengemeinde sollen das Gemeindehaus und die Außenanlagen fertig sein. 

 

 

Grundsteinlegung - Bilder

Grundsteinlegung - Bilder

 
 

Abbrucharbeiten

Abbrucharbeiten

Durch die Firma Stiller sind inzwischen partielle Abbrucharbeiten durchgeführt worden. So fällt z. B. das Fehlen des Schornsteins auf dem Dachfirst Richtung Norden auf. Im Innenbereich wurde der gesamte Fußbodenbereich bis zum Erdboden entfernt. Dazu werden zusätzlich noch wandseitig alte Fundamentabschlüsse abgebrochen. Alte Lehm- und Mörtelputze sind von den Wänden abgetragen worden. EEinige Wände wurden zum Teil entfernt, ebenso Deckenverkleidungen und einige Deckenflächen.

Beim "Öffnen" des Gebäudes von innen kam es auch zu einigen Überraschungen. Leider hat sich nach dem Öffnen einer Wand (über den zukünftigen Damen-Toiletten) gezeigt, dass dort zwei unterschiedlich hohe Deckenkonstruktionen und damit Raumhöhen aufeinanderstoßen. Die Differenz dabei beträgt ca. 30 cm. Dies war vorher nicht sichtbar, da die Wand vollkommen verkleidet war.

An dieser Stelle werden nun zwei parallel angeordnete Stahlträger mit einem Gewicht von insgesamt ca. 500 kg eingezogen.

Arbeitseinsatz

Arbeitseinsatz

Im August 2020 gab es einen Arbeitseinsatz für Freiwillige. Die alten Tapeten in den Räumen des ehemaligen Küsterhauses wurden entfernt und teilweise auch der Lehmputz abgeschlagen. Ein großes DANKESCHÖN an alle fleißigen Hände!

Übergabe der Fördermittelbescheide an die Kirchengemeinde Wathlingen

Übergabe der Fördermittelbescheide an die Kirchengemeinde Wathlingen

Für den Umbau des Küsterhauses wurden Fördermittel der EU für die ländliche Entwicklung beantragt. Die Förderung setzt sich zusammen aus: LEADER-Mittel der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue in Höhe von 250.000 € sowie Kulturerbe-Mittel zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) in Höhe von 120.000 €.

Am 1. Oktober wurden die Fördermittelbescheide der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue an uns als Kirchengemeinde überreicht. Der Vorsitzende der Lokalen Aktions-Gruppe Aller-Fuhse-Aue und Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Uetze, Werner Backeberg,  wies in seiner Ansprache darauf hin, dass an die Vergabe von Fördermitteln seitens der EU hohe Anforderungen gestellt werden und man die Komplexität solcher Projekte nicht unterschätzen darf. Er hatte anfangs seine Zweifel, dass die Kirchengemeinde es schafft, diese Anforderungen zu erfüllen. Aber sie hatte dabei die richtige Unterstützung durch die Regionalmanagerin der Geschäftsstelle Amtshof Eicklingen, Gudrun Viehweg.

 

Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde, Dr. Sieglinde Ammann, und ihre Stellvertreterin, Dr. Helga Hemmerich, nahmen die Fördermittelbescheide dankend entgegen.

Anschließend dankte Frau Ammann der LEADER-Aktionsgruppe für das entgegengebrachte Vertrauen und der damit verbundenen Wertschätzung für dieses Projekt. Ohne diese Fördermittel hätten wir dieses Projekt nicht finanzieren können.

 

Durch den Umbau des Küsterhauses zum Gemeindehaus und Gemeindezentrum soll an diese Geschichte wieder angeknüpft werden und eine lebendige Begegnungsstätte für kirchliche und außerkirchliche Gruppen im alten Dorfkern entstehen.

 

 

Frau Ammann bedankte sich bei Frau Viehweg für ihre umfangreiche und stetige Beratung, bei den Vertretern des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, Herrn Dierken und Herrn Asaël für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Anträge. Und ein Dank gilt dem Architekturbüro TW.Architekten aus Hannover, vertreten durch Herrn Woschek, für die Bereitschaft, sich diesem Projekt anzunehmen.

Ganz besonders danken wir als Kirchengemeinde dem Kirchenkreis Celle, dem wichtigsten Finanzmittelgeber dieses Projektes, der rund 60 % der Gesamtkosten trägt und den zuständigen Mitarbeitern im Kirchenamt, die uns als Kirchengemeinde in den Jahren der Planung verlässliche Ansprechpartner und Berater waren.

 

 

Die Superintendentin des Kirchenkreises, Frau Dr. Andrea Burgk-Lempart, verwies in ihrem Grußwort zwar auch auf die schwierige finanzielle Lage der evangelischen Kirche und dass es große Anstrengungen für den Kirchenkreis bedeutet, derartige Projekte zu stemmen, aber sie machte auch Mut mit den Worten Ernst Blochs „Man muss in das Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern“.